„Eine Hymne für Europa“

Das Kooperationsorchester der Gymnasien und der Musikschule unter der Leitung von Tristan Kaltenbach eröffnete das Konzert mit der Eurovisionshymne, passend wurde dazu das Europa-Symbol im Hintergrund projiziert. Die Techniker*innen Wilrich Konradi und Emma Kappeler sorgten auch im weiteren Verlauf des Abends für passende Bilder, schöne Lichteffekte und den guten Ton.
Der erste Höhepunkte des Abends war das „Morceau Symphonique“ von A.Guilmant. Lena Leiber spielte auf ihrer Posaune mit sattem Klang und großer Beweglichkeit, das Orchester begleitete tonschön auch in den schwierigen Tonarten dieser hochromantischen Komposition.
Es schloss sich der Schulchor unter der Leitung von Stefanie und Bernhard Diesch an:
Er spannte einen großen Bogen von Orlando di Lassos Landsknecht-Ständchen über ein zauberhaftes Nocturne von E.Taube, einem wenig bekannten schwedischen Komponisten des vergangenen Jahrhunderts, bis zum poppigen „Man in the Mirror“, das jeder von Michael Jackson kennt.
Der Lehrerchor erheiterte danach mit seichtem Smalltalk in „nette Begegnung“ von O.Gies. Dieses zufällige Zusammentreffen zweier alter Bekannter gipfelt am Schluss damit, dass keiner der beiden weiß, wen genau er da gerade gesprochen hat. In einer Komposition des Letten E. Eesenvals „In my little Picture Frame“ glänzte Ramona Kratzer mit sanften Vokalisen mühelos in höchsten Höhen. Witzig war danach „Quick! We have but a second“von C.V.Stanford.
Zum nächsten Programmpunkt brachte der ganze Chor seine Smartphones mit auf die Bühne, las, hörte und fotografierte ungehemmt, denn er litt an „Tatschophonie“, von O.Gies äußerst witzig komponiert. Bei „Like a singing Bird“ von B.Chilcott erfreute eine kraftvolle Solotruppe im Sopran und beim Medley aus „La La Land“ von J.Hurwitz kam endgültig Swing-Stimmung auf.
Der Chor war wieder gut vorbereitet, es wurde auswendig und immer tonschön gesungen, die Begleitband mit entweder Bernhard Diesch oder Andreas Reif am Flügel und Rafael Diesch am Schlagzeug sorgte zuverlässig für den rhythmischen Rahmen.
Der nächste Glanzpunkt des Abends war die Rhapsodie über ein Thema von Paganini von S.Rachmaninoff, deren Variationen Lorena Schmidt souverän am Flügel präsentierte, präzise vom Orchester begleitet.
Nach der Verleihung der Musikpreise trat die Big Band mit ihrem Leiter Tristan Kaltenbach auf und brachte mit drei Titeln Schwung in den Saal: „Come fly with me“ von S. Cahn, „Haven't met you yet“von M. Buble und „Final countdown“ von der schwedischen Band Europe. Marie-Sophie Schaal hatte ein ansprechendes Gesangssolo, die Percussion -Truppe und die Bläser musizierten elektrisierend miteinander.
Die Moderation hatte die Theater-AG des IKG unter Tanita Widenhorn und Valerie Lang übernommen: In ihren äußerst witzigen Einlagen karikierten sie den Brexit als Ehescheidung zwischen Mr. Britannia und Mrs. Europa und interviewten einen sichtlich überforderten Mr. Trump. Ein Statement zu Europa schlug auch ernstere Töne an.
Das Orchester läutete das Ende des Konzertes mit der Filmmusik zur „Maske des Zorro“ ein. Dabei konnte es zeigen, was die Streicher und Bläser, und nicht zu vergessen die Pecussionisten in Tuttlingen alles können. Zum Schluss wurde von Orchester und Chor, noch einmal passend zum Thema, die Europa-Hymne aus dem 4. Satz der 9. Symphonie von L.v. Beethoven musiziert.

 

Bericht: Barbara Heni

Bilder: Steffen Böer

Zurück