Schule ohne Rassismus- ehemaliger Rechtsradikaler berichtet aus seiner Zeit als Neonazi

Am Dienstag, den 08.10.2019, fand für die gesamte Oberstufe des IKGs sowie einen Teil der Ludwig-Uhland Realschule eine Präventionsveranstaltung zum Thema Rechtsextremismus in der Aula statt. Im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus“ wurde der Autor und ehemalige Rechtsradikale Christian Weißgerber eingeladen, um von seinen Erfahrungen, den Anfängen in der rechten Szene und dem komplizierten Ausstieg zu berichten. In seinem Buch „Mein Vaterland - Warum ich ein Neonazi war“ beschreibt er in detaillierter Form genau diese Lebensphase und ihre Schattenseiten.
Nachdem der Oberbürgermeister Michael Beck sowie der ebenfalls involvierte Christof „Stiefel“ Manz zu Beginn der Veranstaltung zwei kurze Reden gehalten hatten, betrat der Autor anschließend selbst die Bühne. Er begann damit, einige allgemeine Informationen über sich und seine Kindheit in Eisenach (Thüringen) zu erzählen, darauffolgend berichtete er anhand eigener Bilder über seinen Einstieg in den Rechtsextremismus und seine politische Radikalität, die ihn auch zum Gründen einer rechtsextremen Jugendorganisation brachte. Weißgerber machte hierbei deutlich, dass die Entwicklung zum Nazi kein zufälliger Prozess gewesen sei, sondern willentlich durch eigenes Interesse stattgefunden habe. Für ihn verläuft der Übergang zwischen diskriminierenden Witzen und rassistischer Äußerung fließend: „Das begann damit, dass wir im Schullandheim rechtsradikale Musik hörten, was wir als witzig und irgendwie cool empfanden“, so Weißgerber.
Mit dem Eintritt in die Bundeswehr wurden seine Extremvorstellungen paradoxerweise sogar noch verstärkt, als er auf einen ebenfalls faschistisch denkenden Iraker traf.
Bezogen auf die aktuelle Lage kritisierte er vor allem die unpassenden, altertümlichen Nazivorstellungen vieler Menschen. Laut Weißgerber folgen rechtsextreme Gruppierungen heutzutage häufig denselben Trends der Jugendlichen, um sie dadurch einzufangen und zu manipulieren.
Gegen Ende der Veranstaltung erzählte er schließlich über seinen schwierigen Ausstieg aus der rechten Szene und missglückte Versuche, einige seiner Freunde ebenfalls zum Austritt zu bewegen. Heute noch bereitet ihm diese Entscheidung immer wieder Probleme, da er deshalb auch schon verfolgt wurde.
Abschließend hatten die Schüler und Schülerinnen in einer Fragerunde noch einmal selbst die Möglichkeit, Fragen zu klären und mit dem Autor zu diskutieren.

Insgesamt wurde die Veranstaltung von allen Schülern und Schülerinnen mit großem Interesse verfolgt und als sehr positiv empfunden!

Bericht: Marcel Conzelmann
Bilder: Jens Peinemann

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Liebe Eltern, Schülerinnen und Schüler der Klassen 7,

wir möchten Sie bzw. euch über die verschiedenen Wahlmöglichkeiten informieren und laden ganz herzlich zum Informationsabend ein.
Dieser findet statt am:

Dienstag, 26.11.2019, 19.00 Uhr, in der Aula

 

Mit freundlichen Grüßen

Ihre Patricia Pulfer-Jauch

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